Thanksgiving und Sammis + Charlottes Geburtstag

Sonntag, 28. November 2010

Am Donnerstag war Thanksgiving. Ich bin extra um 8 Uhr aufgestanden, um zu sehen, wie Tracy den Truthahn zubereitet. Danach hat die ganze Familie die Tahnksgivingparade im Fernsehen angesehen. Jerimy hat sie extra für mich aufgenommen, so dass ich sie mit nach Hause nehmen kann.
Bis zum Mittagessen haben wir große Tische und viel Essen aufgestellt, so dass alle 18 Verwandte zufrieden waren. Nach dem Mittagessen wurde noch ein bisschen Football gesehen und das war es auch. Ich habe eine paar Fotos in die Bildergalerie gestellt.

Am Freitag nach Thanksgiving war Schwarzer Freitag. So ziemlich alle gehen in Geschäfte, da es an diesem Tag ganz viele Sonderangebote gibt. Schon mehrere Tage zuvor wurde Werbung gemacht, dass man schon ab 4 Uhr früh Schnäppchen jagen kann. Wir wollten eigentlich an diesem Tag nicht rausgehen, aber wir mussten den Kuchen für Sammantha und Charlotte bestellen.

Am Samstag  haben wir dann den Geburtstag von beiden vor gefeiert. Beide haben eigentlich am 29. November Geburtstag.

Erste Cheer-Woche erfolgreich überstanden

Samstag, 27. November 2010

Montag                        100 Wechselspagate (von links nach rechts)

Dienstag                      100 Wechselspagate

Mittwoch                      60 Wechselspagate

Donnerstag                 40 Wechselspagate

Freitag                         früh aufstehen, 30 Wechselspagate

Samstag                    100 Wechselspagate

Diese Woche hatten wir nur bis Mittwoch Training, da am Donnerstag Thanksgiving war.
Wir haben viel getanzt und nur sehr wenige Pyramiden aufgebaut. Die Cheerleader hier sind in allem richtig gut, bis auf’s Stunten (Leute hoch heben). Deswegen kann ich beim Stunten glänzen.

Cheerleading

Sonntag, 14. November 2010

Am Mittwoch und Donnerstag war Tryouts für Competetive Cheerleading (Probetraining für wettbewerbsfähiges Cheerleading). Natürlich hab ich mir das angesehen und mitgemacht.
Meinen folgenden Bericht werde ich versuchen in Normalo-Deutsch zu schreiben.

Das erste Probetraining hat in der High-School-Cafeteria stattgefunden. Zusammen mit Tracy bin ich hingegangen und habe mich in eine Liste eingetragen. Wir mussten alle Tische und Bänke (die zum Glück zusammen verbunden sind und Räder haben) weg schieben und mehrere große Matten hinlegen. Ich war die einzige Neue, alle anderen haben schon Jahre zuvor  in der Schule Cheerleading gemacht. Manche haben auch nur 3 Jahre Erfahrung wie ich.
Wir haben mit der Erwärmung angefangen, die sehr kurz war. Am Anfang der Erwärmung wurde unser Schulteamname “Bluestreaks” buchstabiert, anstatt pro Übung zu zählen, so dass sich jeder im gleichen  Takt erwärmt.
Danach haben wir mit Sprüngen angefangen. Zwei Sprünge war ich vom Cheerleading in Deutschland gewohnt, zwei andere kannte ich zwar, diese haben wir aber nur selten gemacht, da sie nicht gerade leicht sind. Ein weiterer Unterschied war, dass wir nach dem Landen bei einem Sprung unsere Arme angewinkelt an unsere Hüfte pressen sollen. Von Deutschland her war ich es gewohnt, meine Arme an meine Oberschenkel zu pressen. Das ist wie ein Reflex, der schwer rauszukriegen ist, aber jedes kleine Detail zählt. Wir alle mussten einzeln unsere Sprünge vorzeigen und unsere Trainerin hat sich Notizen gemacht. Ich war etwas eingeschüchtert von den anderen, da alle perfekt springen können.

Als nächstes mussten wir ein Spagat zeigen. Alle sind bis ganz runter auf die eine Seite gegangen, haben sich etwas abgestützt und haben ihre Hüften zur anderen Seite gedreht. Oh mein Gott, ich hatte Schmerzen in den Augen und dann, als ich es selbst ausprobiert habe, auch in meinen Beinen.

Danach haben wir geturnt. Natürlich waren auch in dieser Kategorie alle wahnsinnig gut.
Angefangen haben wir mit einem Bogengang (man lässt sich in eine Brücke fallen und zieht seine Beine über den Körper, bis man wieder steht). Außer zwei anderen und mir konnten alle einen perfekten Bogengang. Ich habe trotzdem einen vorgezeigt mit 2 anderen, die mich gehalten haben. Die Trainerin fand es gar nicht mal so schlecht. Sie meinte, ich habe die Kraft dafür, ich bin bloß nicht ganz so dehnbar, aber sie hat sich gefreut, dass ich es trotzdem versucht habe.

Als letztes haben wir noch einen kurzen Tanz gelernt.

Am nächsten Tag haben wir mit Turnen weitergemacht. Wir hatten an diesem Tag Training in der Middle-School-Cafeteria. Diesmal mit einem Flickflack (ähnlich wie ein Bogengang, bloß dass man in die Brücke springt). Auch diesmal konnten die meisten einen perfekten Flickflack. Ich habe meinen wieder mit zwei Helfern gezeigt und diesmal war die Trainerin richtig beeindruckt.

Danach konnte jeder zeigen, was er im Turnen noch so drauf hat. Ich hätte gerne mein Rad gezeigt, beidseitig und dann einarmig, aber ich habe es lieber gelassen. Viele haben Saltos gezeigt, mit und ohne Anlauf, sowie Flickflack mit Anlauf oder Rad ohne Arme.

Die nächste Aufgabe war, dass wir uns in Gruppen einen Sprechgesang zu unserem kurzen Tanz ausdenken und den dann vorführen.

Als wir damit fertig waren, hat die Trainerin mit uns geredet. Sie hat gesagt, dass sie gründlich nachgedacht hat, wen sie nimmt und wen nicht und dass wir auch an Uniformen eingeschränkt sind. Aber dieses Jahr war sie sich so sicher wie noch nie, dass es jeder schaffen wird, eine gute Show abzuliefern. Yeah! Das heißt, ich bin im Team! Die Trainerin hat gesagt, sie war beeindruckt von meiner Einstellung und meiner schnellen Lernfähigkeit und sie meinte, meine Sprünge und Turnübungen, sowie der Tanz waren gar nicht mal so schlecht.
Ich kann aber erst ungefähr ab Montag richtig mit Training anfangen, da meine Gasteltern und ich einen Gesundheitsschein ausfüllen müssen. Ich hatte zum Glück schon so einen Schein von meinem Arzt, so dass ich hier nicht mehr zum Check zum Arzt gehen muss.

Wir, das Team, sind 18 Mädchen, keine Jungs :(   und die Hälfte ist blond, damit meine ich richtiges blondes Blond, gefärbt zählt auch dazu.
Wir werden jeden Schultag 2 bis zu 3 Stunden Training haben, manchmal auch am Wochenende. Jeden Freitag haben wir Training um 6 Uhr früh vor der Schule, ich freu mich schon darauf ;)

Diesen Freitag hatten wir ein Log-In in der Schule, das heißt wir haben in der Schule übernachtet. Wir haben uns um 18:30 Uhr in der High-School-Cafeteria getroffen. Wir haben mit Training angefangen. Aus unserem kurzen Tanz wurde ein langer Tanz mit Sprechgesang. Jeder musste sich in Gruppen Teile ausdenken und diese haben wir dann zusammengefügt.
Wir haben dann Pizza von dem kleinen Restaurant “Bluestreaks” zum Abendbrot bestellt.
Danach sind ein paar Mädchen duschen gegangen und haben den ganzen Boden der Schule nass gemacht. Die Putzfrau, die, warum auch immer, noch um 10 Uhr abends da war, war deutlich bestürzt darüber und will dafür sorgen, dass wir nie wieder einen Log-In haben werden.
An diesem Abend haben wir auch Hühner im Hühnerstall gespielt. Auf unsere Matte sind zwei Kreise gemalt, ein kleinerer in einem größeren. Ich nehme mal an, die sind für das Wrestling-Team. Man spielt das Spiel partnerweise. Der eine rennt den einen Kreis entlang, der andere den anderen Kreis in der entgegengesetzten Richtung. Nach einer Weile ruft die Trainerin einen Begriff. Je nach Begriff muss man eine bestimme Position einnehmen. Wer sich als letztes in die richtige Position gestellt hat, ist raus. Die ersten Male habe ich nur zugesehen, da es sehr viele Begriffe gibt. Aber am nächsten Tag hab ich es auch mal ausprobiert. Ich habe versucht zu gucken, was die anderen machen und dementsprechend habe ich meine Partnerin hoch genommen oder mich auf den Boden geschmissen und mich irgendwie verbogen.

Hier ein paar Beispiele:
Dusche – einer wäscht sich, der andere ist die Dusche
Eichhörnchen – einer ist ein Baum, der andere krabbelt um ihn herum
Leiter – einer macht Handstand, der andere hält ihn
Hula-hoop – der eine hält den anderen, welcher sich um seine Hüfte schlingt

Als letztes haben wir uns in einen Kreis gelegt zusammen mit unseren Kissen und Decken und einer Kerze. Wir haben das Licht ausgeschaltet und haben der Reihe nach Fragen beantwortet, wie worin wir gut sind und wovor wir Angst haben.

Um 2 Uhr nachts sind wir schlafen gegangen und mussten um 8 Uhr aufstehen.
Wir haben gefrühstückt und danach weiter an unserem Tanz gebastelt. Wir haben wieder Hühner im Hühnerstall gespielt, sowie ein Vertrauensspiel. Es gab drei Gruppen. Jede Gruppe hatte einen Kapitän. Alle außer dem Kapitän mussten ihre Augen schließen und durften nicht reden. Der Kapitän hat dann die Gruppe durch Hindernisse wie eine Treppe geführt, oder wir mussten über oder unter Bänke klettern.

Wir haben Mittag gegessen und konnten dann um 14 Uhr nach Hause gehen.
15 Uhr bis 19 Uhr bin ich dann noch mit Brooke und einer anderen Freundin zur Mall gegangen, einem großen Einkaufzentrum in Monroe (zwanzig Minuten von Ida entfernt, mit dem Auto).
Ich bin am Abend nur noch vor Erschöpfung umgefallen. Ich hatte trotzdem viel Spaß an diesen Tag.

Noch was: Ich will jetzt nicht bestätigen, dass es stimmt, dass die Cheerleader in den USA dumm oder eingebildet sind. Eingebildet sind sich nicht wirklich, aber ich würde sagen, in den USA legt man nunmal mehr Wehrt auf Sport als auf Bildung. Aber wenn man in irgendeinem Fach einen schlechteren Durchschnitt als drei  hat, darf man keinen Sport machen.
Wie auch immer, während dieser Übernachtung haben sich 2 Mädchen vor lachen  ihre Hose nass gemacht, so das man es sehen konnte….
Nein, es waren nicht wirklich besonders lustige Witze und nein, besonders unangenehm war es keinem, es ist doch menschlich. Ich habe nichts dazu zu sagen.

Halloween

Sonntag, 7. November 2010

Caesar ist wieder zurück. Am gleichen Tag, an dem er weggerannt ist, wurde er am Abend von einer Frau gefunden und aufgenommen. Am Freitag letzter Woche hat sie dann die Anzeige von uns gefunden und bei uns angerufen. Diese Woche ist Caeser wieder weggerannt und das zweimal. Beide Male ist er aus seiner Leine losgekommen. Er trägt kein Halsband, sondern einen Gurt, der um beide Vorderbeine geht. Also es ist eigentlich unmöglich, da raus zukommen.
Das erste Mal ist es gleich dem Nachbarjungen aufgefallen. Das zweite Mal haben wir ihn am gleichen Abend bei einem Nachbarn 2 Häuser weiter entdeckt. Das komische ist, diese Nachbarn wussten nicht einmal, dass wir einen Hund haben. Die 2 Häuser in der anderen Richtung kennen quasi Caesars Fellstruktur in- und auswendig.

Wenn wir schon einmal bei Tieren sind: Diese Woche ist unser Hase gestorben. Also haben wir gleich einen neuen gekauft. Er war am Valentinstag 6 Wochen alt und die Frau, von der wir den Hasen gekauft haben, hat ein paar kleine Gleithörnchen, so eine Art kleine Hörnchen, die Flügel haben, wenn sie ihre Arme ausbreiten.
Tracy hat gesagt, dass der Hase jetzt meiner ist. Sein Käfig befindet sich auch in meinem Zimmer. Den Hasen kann man richtig knuddeln und er ist zum Glück auch leise abends. Sein Name ist Mo Fondant Hawk. Mo Hawk erklärt sich von alleine, wenn ihr ein paar Fotos seht. Er ist ein Löwenkopfkaninchen. Also er hat ganz viel Fell an seinem Kopf. Streicht man sein Fell zwischen seine kleinen süßen Ohren, dann hat er eine Kammfrisur. Fondant ist eine Art Zuckermasse für Torten. Tracy und ich schauen immer “Cake Boss”, eine Fernsehsendung über eine Bäckerei. In Amerika gibt es immer tolle Torten, bei “Cake Boss” sind die Torten sogar für amerikanische Begriffe toll. In dieser Fernsehsendung kommt halt immer oft das Wort Fondant vor. Wir haben immer sehr viel Spaß mit dem Wort, da sich keiner sicher ist, wie es richtig ausgesprochen wird…
Als wir den Hasen bekommen haben, habe ich ihn erst einmal ins Wohnzimmer in seinen Laufstall gesetzt. Danach habe ich mit Tracy im Nebenzimmer seinen Käfig zusammengebaut. Im Wohnzimmer waren Eric, EJ, Sammi und Cäsar. Cäsar war total verrückt nach dem Häschen, so auch Sammi. Als ich wieder ins Wohnzimmer reingegangen bin, war der Laufkäfig zu einem Haufen zusammengeschoben. Also habe ich Eric gefragt, wo der Hase ist. Er hatte keine Ahnung. Da er aber gelächelt hat, habe ich ihn nochmal gefragt. Er hatte aber trotzdem keine Ahnung. Also habe ich in dem zur Seite und zusammengefallen Gitter (es ist eigentlich aus Stoff) nachgesehen und Mo war auch noch drin.
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie erschrocken das Kleine den ganzen Abend war.

Nun aber zu Halloween. Am Samstag sind Tracy, Sammi, EJ, Charlotte + Freunde von ihr mit kleinem Kind und ich verkleidet zu einem Videoladen gegangen. Dort konnte man an einem Wettbewerb teilnehmen, in dem man sich in seinem Kostüm fotografieren lässt. Mal sehen, was dabei rauskommt. Ihr müsst euch unbedingt EJ in seinem Kostüm ansehen, wir hatten kein anderes außer einem Kleid…

Am Abend fand bei einem Nachbarn eine Halloween Party für Erwachsene statt. Unsere ganze Straße war quasi voller betrunkener Erwachsener. Das sind also die Nebenwirkungen, wenn man erst ab 21 trinken darf. Ich habe so einiges erfahren, was da alles gemacht worden ist, Sachen, die bei uns nur Teenager in ihrem Leichtsinn machen würden.

An jenem Abend mussten also Charlotte, ihre 2 Freunde und ich auf 4 Kinder aufpassen. Es war zum Glück nicht allzu schwer, auch wenn ich manchmal alleine mit den kleinen Geistern rumsaß. Am nächsten Morgen haben genau diese Geister um 9 Uhr früh vor meiner Tür rumgeschrien, ohne Pause. Also bin ich schon mit Kopfschmerzen aufgewacht. Diese wollten einfach nicht weggehen, genauso wie die Quälgeister. Deswegen hat mich Jerimy zum einkaufen mitgenommen, auch wenn wir nicht wirklich was gebraucht haben. Aber Hauptsache, ich komme raus. Danach habe ich einen schönen Spaziergang durch ganz Ida mit Caesar gemacht und et voila, die Kopfschmerzen waren weg.

Am Abend haben wir uns dann alle wieder verkleidet und sind von Haus zu Haus gezogen. Jerimy und Tracy sind zu Hause geblieben, um Süßigkeiten auszuteilen. Das ganze fand von 18-20 Uhr in Ida statt, so dass man nicht bei jeden Haus klingeln muss (wenn überhaupt hier ein Haus eine Klingel besitzt). Diejenigen, die Süßigkeiten verteilen wollen, haben sich mit ihrem Korb vor die Haustür gesetzt und wir mussten nur noch hingehen, unseren Beutel hinhalten und “Trick or Treat” (Süßes, sonst gibts Saures) sagen.

In der Nähe der Feuerwehrstation gab es auch ein Haunted House (ein Spukhaus). Es war eine Art Zelt. Brook wollte unbedingt rein, aber als wir dann davor standen, hat sie es sich doch wieder anders überlegt. Also bin ich alleine reingegangen, da die anderen auf die kleinen Kinder aufpassen mussten. Es war total dunkel darin und es haben sich auch 2 verkleidete Menschen drin befunden. Ja, es war etwas gruselig. Als ich rein gegangen bin, hab ich gleich gesagt: “Achtung, ich komme jetzt rein. Ok ich bin jetzt drinne. Hallo. Wo ist hier der Ausgang?”; Der eine hat mir dann auch die Richtung gezeigt und ich habe mich natürlich höflich bedankt. Als ich an dem anderen Verkleideten vorbeigekommen bin, hat der die Nebelmaschine oder sowas ähnlich lautes angeschmissen, hat mich aber nicht beeindruckt. Als ich dann den Ausgang gefunden habe, habe ich mich natürlich auch verabschiedet, die Gestalten haben aber die ganze Zeit geschwiegen. Das ganze war im großen und ganzen einfach nur merkwürdig.

Eine Woche zuvor haben wir auch Kürbisse ausgeschnitten. Ich habe mir natürlich ein schweres Muster ausgesucht. Ich habs natürlich verrissen. Aber es hat viel Spaß gemacht, da etwas rauszuschnitzen.