Frohe Weihnachten

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Also nun ist die Weihnachtszeit schon vorbei.
Es ist immer noch nicht mehr Schnee vom Himmel gefallen, aber demnächst soll ein Schneesturm vorbei kommen, hoffentlich auch wirklich mit Schnee.

Die letzten paar Tage vor Weihnachten in der Schule waren ganz lustig. Zum Mittagessen hat unsere Jazzband Musik gespielt und unser Schuldirektor hat sich als Weihnachtsmann verkleidet und ein anderer Lehrer als Weihnachtself. Beide sind von Tisch zu Tisch gegangen und haben Bleistifte verteilt.

Zu einer anderen Pause hat eine “Lernen mit Musik”-Gruppe Musik gespielt. Es klang insgesamt wie eine Spielorgel. Die Gruppe hatte so eine Art Stimmgabeln, die, wenn man sie schüttelt, einen schönen lauten Klang erzeugen. Diese Dinger haben mich sehr beeindruckt. Aber nein, ihr braucht mir so was nicht schenken. ;)

Außerdem hat ein Volleyballspiel stattgefunden. Schüler gegen Lehrer. Die Schüler haben gewonnen, aber auch nur sehr knapp. Es war sehr lustig, die Lehrer spielen und in Sportkleidung zu sehen. Ein Lehrer kam mit einem Bademantel in die Turnhalle.

Wir haben Weihnachten am 25. Dezember gefeiert. Abgesehen davon, dass ein Teil der Familie nicht an dem Tag zu uns kommen konnte. Also sind sie am 24. Dezember gekommen und wir konnten da schon mal mit den Geschenken anfangen. Am Abend zuvor haben wir Kekse, ein Glas Milch und einen Zettel für den Weihnachtsmann hingestellt und im Garten Glitzerfutter für die Rentiere ausgestreut..

Der Weihnachtsmann füllt für jeden die Weihnachtssocken. Die anderen Geschenke waren schon seit Anfang Dezember unter dem Baum, der übrigens nach dem Geschenke auspacken von einem Geschenkband aufrecht gehalten werden musste.
Sammi ist um 8:30 munter geworden, also mussten wir auch um diese Zeit anfangen Geschenke auszupacken.
Persönlich gefällt mir das deutsche Weihnachten besser. 8:30 Uhr ist viel zu früh für Geschenke. Wir haben mit den Socken angefangen. Ich habe eine Spongebobdecke mit Ärmeln, große Spongebobfiguren, Süßes und Obst bekommen.

Danach warteten wir, bis Oma kommt. Dann fingen wir an, die anderen Geschenke auszupacken. Sammi und EJ haben den ganzen Tag nur Geschenke ausgepackt, weggelegt und das nächstes ausgepackt. Das wäre sogar für mich zu viel gewesen. Es war schwer für Sammi, jedes einzelne Geschenk zu genießen. EJ hat die Geschenke nicht wirklich wahr genommen, aber das ganze Papiergeruppe hat ihm viel Spaß bereitet.
Als keine Geschenke mehr da waren, musste Sammi ihren Rhythmus unterbrechen und allein wegen der Umstellung sind Tränen geflossen. Später sind noch mehr Leute vorbei gekommen und Sammi konnte nur an Geschenke denken. Sie wollte alle Geschenke für sich haben, kein anderer durfte welche haben und auch an den nächsten Tagen hat sie nach Geschenken gesucht. Es war wohl alles zu viel für sie. Mittlerweile haben wir altes Spielzeug weggeworfen, so dass sie jetzt das neue Spielzeug genießen kann. Es ist jetzt so viel ordentlicher und da macht das Spielen wieder viel mehr Spaß, auch für Sammi. Uih, ich liebe Kinderspielzeug!
Sammi und EJ bekamen beide ihre eigene Küche und Einkaufswagen. Tracy und ich haben am nächsten Tag Sammis Küche zusammengebaut. Wir haben 2 Stunden gebraucht, es war nicht allzu einfach, aber wir hatten dafür unseren Spaß.

Ich habe Kleidung, ein Spongebobmalbuch, eine Spongebobhose und ein Kissen bekommen, dass wie Caesar aussieht, der immer noch weg ist. Das Kissen kann auch als Kuscheltier zusammen gebunden werden.
Außerdem habe ich Googlybands bekommen. Ihr müsst mir mal sagen, ob die auch in Deutschland so beliebt sind. Es handelt sich hier um Armbänder aus Gummi, die wie irgendeine Figur aussehen. Schaut einfach in meine Bildergalerie.
Wenn man die Bänder aber um die Arme macht, sieht man die Figur nicht mehr – wie sinnvoll.

Meine Eltern haben ein großes Paket mit Geschenken geschickt. Es ist zum Glück gerade rechtzeitig angekommen. Nun haben wir endlich wieder ganz viel deutsche Schokolade. Oma hat gleich beutelweise welche für sich eingesteckt. Ohh… das hat manche wütend gemacht.
Wir haben vorgestern zwei Sorten von Rittersportschokolade hier im Laden gesehen. Wer hätte das gedacht.
Jeder hat einen Räuchermann bekommen und niemand wusste damit etwas anzufangen. Auch nicht mit einer Pyramide. Es war für die hier was ganz besonderes, auch dass alles aus Holz war. Sogar die Spielzeugeisenbahn für EJ war aus Holz. Das hat ihm besser gefallen als die Plastikautos. Aus Spaß wurde gesagt: “In Deutschland sind bestimmt auch die Kinderküchen aus Holz”; ähmm… ja, das sind sie :D

Wir haben zu Weihnachten Truthahn gegessen.
Am nächsten Tag räumten wir dann alle Dekorationen weg und gestern haben wir einen neuen unechten Weihnachtsbaum gekauft. Der Baum hat anfangs 400$(300€)gekostet. Nach Weihnachten aber nur noch 160$(120€), da aber die Lichter, die im unteren Teil drumgewickelt waren, nicht mehr leuchten, haben wir ihn für 40$(30€)bekommen – was für ein Grund.

Zwei Tage nach Weihnachten waren wir bei Build-A-Bear. Ich habe mir einen rosa Bär, der (ungewollt) auch als Lautsprecher funktioniert, mit einem Michigan-Cheerleader-Kostüm gemacht. (Bildergalerie)
Build-A-Bear ist ein Laden, wo man sein eigenes Kuscheltier gestalten kann. Es gibt Vorlagen von Kuscheltieren. Man sucht sich eine aus und geht zur Füllmaschine. Dort kann man es mit Watte – oder was auch immer das ist – stopfen. Man kann selbst entscheiden mit wie viel und kann selber auf das Pedal drücken. Man kann das Kuscheltier auch mit Musik füllen wie einem Happy-Birthday-Lied oder mit Gelache. Außerdem kann man sich dann ein kleines Stoffherz aussuchen und es reinstecken. Die Kinder müssen das Herz warmreiben (auf der Hand, am Bauch, Kopf, dann im Kreis drehen, auf einem Bein springen und vieles mehr), damit es zum Leben erwacht. Leider bin auch ich nicht darum gekommen, aber ich habe nur die Hälfte machen müssen, vielleicht hat mein Protest doch etwas geholfen.
Der Rest vom Laden ist voller Anziehsachen, ein Paradies für Klein, Groß und Kuscheltier.
Wenn man fertig ist, kann man seinen neuen Freund online anmelden, ihm einen Namen geben und dann bekommt man eine Geburtsurkunde. Außerdem wurde noch etwas in den Bär reingesteckt, so dass, wenn er verloren geht, er wieder gefunden werden kann. Als Verpackung bekommt man dann eine Kiste, die wie ein kleines Häuschen aussieht.

Jerimy hat sich vor ein paar Tagen an der Hand verletzt. Eine gute Gelegenheit für mich, ein amerikanisches Krankenhaus anzusehen.
Wir sind in einen Warteraum rein gekommen und haben ihn angemeldet. Nach fünf Minuten wurde er auch aufgerufen und wir sind durch eine Tür gegangen. Die Tür hat uns in eine Art größeren Raum geführt, wo mehrere kleine Zimmer mit Vorhang in einem großen Rechteck angeordnet waren. Wir waren so ziemlich die einzigen Patienten, dafür gab es viele Angestellte. Eine hat Jerimy durchgecheckt. Das Blutdruckmessen wird hier per Maschine und nicht per Hand durchgeführt. Währendessen kam eine andere Frau zu Tracy und hat gefragt, ob sie mit ihm verwandt sei. Die Frau hat das aber in so einem Ton und einer Art gemacht, dass ich für ein paar Sekunden eine Kamera gesucht habe. Ich musste so lachen, die Frau hat ernsthaft ein Interview mit Tracy durchgeführt, wie eine Reporterin. Die beste Frage war: “Was denken sie, wie Jerimy am besten lernt. Durch selber machen, durch zeigen, durch lesen oder durch sehen.”; (zeigen-live, sehen-Fernseher)
Am Ende hat Jerimy sie gefragt, ob sie mich herumführen könne. So viel wurde mir aber nicht gezeigt. Ich habe den Notfallraum gesehen und zwei Betten mit vielen Geräten drumherum.

Konzert aus Rockstarperspektive

Dienstag, 28. Dezember 2010

Am Sonntag vor Weihnachten waren mein Gastopa und ich mal wieder auf einem Konzert. Wir waren in Toledo, Ohio und es haben 5 Bands gespielt. Das Ganze ging von 19:30 Uhr bis 24 Uhr. Ich war, warum auch immer, am nächsten Morgen nicht allzu müde und konnte die Schule gut überstehen.

Wir haben die ganze Zeit vorn in der ersten Reihe gestanden.
Da alle Bands ihre meisten Instrumente schon auf der Bühne aufgestellt haben, hatte die erste Band nicht allzu viel Platz. Nur der Schlagzeuger war auf der Bühne. Der Sänger und zwei Gitarristen haben sich entschlossen unten zu performen. Also war der Schlagzeuger hinten, dann die erste Reihe Zuschauer (wir plus drei weitere) und dann die restlichen Mitglieder der Band.
Damit habe ich nicht gerechnet!! Die ganze Zeit wurden Fotos gemacht und ich musste mir einen Lachanfall verkneifen. Hätte unsere Reihe getanzt, hätte es vielleicht ausgesehen, als ob wir dazu gehören würden und nicht einfach fehl am Platz waren.
Zumindest hatte ich so die Perspektive auf andere Fans und habe auch herausfinden können, wie man den “Tanz” beschreiben kann, den einzelne Personen ab und zu durchführen. Es ist ein Mix aus Karate, Ballett, Weitwurfübungen, Kraulen (Delphin oder wie auch immer man die Schwimmbewegung nennt) und Skilanglauf.

Die anderen Bands haben dann zum Glück auf der Bühne gespielt. Ab und zu haben dann auch wieder “Schubskreise” in der Mitte stattgefunden, die nicht wirklich bis nach vorn gekommen sind, zum Glück!!

Der Sänger der letzten Band war anscheinend in einer sehr guten Stimmung und er wollte auch andere dazu bringen, glücklich zu sein. Es war aber nunmal die letzte Band und ich war müde und konnte nicht mehr stehen. Da wir ganz vorn gestanden haben, ist das auch gleich dem Sänger aufgefallen und sagen wir es mal so, ich habe nach dem zweiten Hinweis freiwillig zum Takt hin- und hergewippt, bevor es noch richtig peinlich wurde.

Apropos Rockstar: Eric ist kein Rockstar mehr. Er hat sich so viel mit Charlotte gestritten, dass die andern Bandmitglieder entschieden haben, ihn raus zu schmeißen, damit er seine Ehe nicht ruiniert.
Die ersten zwei Tage nach dem Rauswurf war Friede, Freude, Eierkuchen zwischen den beiden. Am dritten Tag wollten sich beide scheiden lassen. Das geht aber zurzeit nicht, da Charlotte schwanger ist. In Michigan können sich Männer nicht von schwangeren Frauen scheiden lassen. Das hielt zwei Tage an und dann hieß es, sie waren nur schlecht drauf. Das wiederum hielt bis Weihnachten an. Zurzeit ist wieder Scheidung angesagt.

Sammi hat zum Glück ihren (derzeitigen) Dad spielen gesehen. Wir waren irgendwann im Herbst bei RamaLamaRecords. Eine Art Musikladen und Studio. “Die Vindicators” haben dort für eine halbe Stunde gespielt und es war nicht allzu voll. Wir hatten zum Glück Ohrstöpsel für Sammi und auch für mich. Sammi und ich haben zur Musik im Ringelreihestyle getanzt. Nach einer Weile hat Sammi auch verstanden, dass man zu der Musik normalerweise den Kopf vor und zurück  schmeißt.
Es war so zum Lachen jemanden zu sehen, der ernsthaft seine Haare durch die Gegend wirbelt neben einer 3 Jährigen, die das gleiche versucht. :D

Cheerleader Wettkampf, Klappe die Zweite

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Wir hatten tatsächlich keine Schule am Montag. Das Gleiche galt auch für Dienstag. Der Schnee war jetzt nicht übermäßig hoch, dafür war es sehr glatt und windig. Es ist schon einmal vorgekommen, dass so ein Schulbus umgepustet worden ist.
Also wurde jeder Schüler um 6 Uhr von einem automatischen Anruf geweckt.

Nun zu unserem Ergebnis vom Samstag: Wenn man alle Punkte jeder Runde zusammen rechnet, kommt raus, dass wir den 4. Platz belegt haben.

Gestern, am Mittwoch war ein weiterer Wettkampf. Diesmal in unserer Schule. Das hatte den Vorteil, dass wir nirgendwo hinfahren mussten, dafür mussten wir alles vorbereiten und wieder aufräumen. Ich war in der Schule von 7:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Der Wettkampf hat um 18 Uhr angefangen. Diesmal haben Tracy, Charlotte und meine Oma zugesehen. Sie hatten blau-gelbe Pompoms und leere Flaschen mit blau-gelben Steinen drinnen zum Lärm machen.
Die Cafeteria wurde zur Erwärmung genutzt.
Unsere Turnhalle war voll gepackt und die Atmosphäre zwischen den Teams war richtig nett. Jeder hat jedem Glück gewünscht und während der Auftritte auch sogar angefeuert!

Unsere Auftritte sind uns richtig gut gelungen, das hat zur Folge, dass wir am Samstag kein Training haben.
Und wir haben insgesamt den 2. Platz von 6 Teams belegt!!

An dem Tag des Auftrittes mussten wir uns besonders anziehen (Kleid, schwarze Hose, Rock…)

- Caesar ist übrigens nicht wiedergekommen.

- Wir haben Temperaturen bis zu -19°C.
Aber das könnt ihr alles rechts im Blog mit verfolgen

Mein erster Cheerleader-Wettkampf in Michigan

Montag, 13. Dezember 2010

–>neue Bilder und Videos sind online

Diese Woche haben wir jeden Tag hart für unseren Cheerleader-Wettkampf am Samstag trainiert. Erst am Donnerstag lernten wir unseren Auftritt komplett. Meiner Meinung nach viel zu spät, um gut vorbereitet zu sein.
Am Freitag zogen wir alle unser Cheerleaderkostüm zur Schule an.

Es gibt insgesamt 3 Auftritte, auch Runden genannt. In der ersten Runde wird getanzt mit Sprechgesang und  Sprüngen. Die zweite Runde besteht aus einem Tanz mit Sprechgesang, Sprüngen und Turnen. In der dritten Runde bauen wir kleine “Pyramiden” auf,wieder mit Sprechgesang und Turnen.
Also hat jedes Team seine erste Runde gezeigt, als alle fertig waren die zweite und dann die dritte.
Ich war in der dritten Runde mit dabei, manche Mädchen aus unserem Team waren bei keinem einzigen Auftritt dabei.

Wir verließen um 8:30 Uhr mit einem gelben Schulbus die Schule und um 3:30 Uhr war dann auch alles vorbei.
Der Wettkampf hat in einer Turnhalle einer anderen Schule stattgefunden. Die Schule war riesig, sie hatte mehrere Turnhallen und sogar ein Schwimmbad.

Tracy, Charlotte, Sammi und EJ haben zugesehen. Es war zum Glück nicht zu laut und auch nicht zu langweilig für die Kinder. Sammi will aber leider kein Cheerleader werden.

Während sich alle Teams aufgewärmt haben, hat sich ein Mädchen von irgendeinem Team verletzt. Wir konnten erst nicht sehen, was passiert ist, aber als sie ihre Hand von ihrem Knie weggenommen hat, konnten wir alles ganz genau sehen. Ihre Kniescheibe war nicht mehr am richtigen Platz. Wo normalerweise ihr Knie ist, war eine große flache und breite Fläche. Weit, irgend woanders am Bein, war dann die Kniescheibe.
Oh mir war sooo schlecht!

Vor meinem Auftritt war ich übrigens nicht allzu sehr aufgeregt.

Am Ende des Wettkampfes wurden die drei ersten Plätze jeder Runde angesagt. Es haben ungefähr zehn Teams teilgenommen. Wir waren nicht unter den ersten drei Plätzen. Vielleicht kann uns unsere Trainerin beim nächsten Training sagen, welchen Platz wir belegt haben.
Unsere Auftritte waren nicht fehlerfrei, was auch kein Wunder ist bei der Vorbereitung.

Was übrigens total neu für mich war, war dass wir überhaupt keine Haarklemmen im Haar haben durften, kein Metall an den Haargummis, extrem kurz geschnittene Fingernägel und als alle Teams zur Nationalhymne auf die Matte gegangen sind, mussten wir die Matte mit einer Kusshand küssen!

Am Mittwoch dieser Woche  haben wir unseren nächsten Wettkampf. Diesmal in unsrer Schule.

Am Samstagabend bin ich noch mit meinem Opa nach Dundee gefahren. Dundee ist eine kleine Stadt 20 Minuten von Ida entfernt. Wir haben uns die Weihnachtsparade angesehen. Diese Parade hat nur 10 Minuten an gedauert. Letzte Woche war die Parade in Ida und die war viel viel größer, die hat 2 Stunden gedauert.

Diese Woche haben wir auch endlich Schnee bekommen. Er ist immer wieder geschmolzen bis auf heute. Es hat heute den ganzen Tag geschneit. Um Ida herum gibt es große Stürme, die in der Nacht um 3 Uhr auf uns einschlagen sollen. Es ist wahrscheinlich, dass wir wegen dem Schnee morgen keine Schule haben. Also drückt mir alle die Daumen!
Ach ja, Caesar ist mal wieder weg gerannt. Wir haben ihn wieder einmal vergessen reinzulassen. Letztes Mal, als er weg war, hatten wir den Tornado, diesmal ist es Schnee.

Christmas in Ida

Sonntag, 5. Dezember 2010

Dieses Wochenende war Christmas in Ida. Das heißt ganz Ida war bunt geschmückt, Zelte und Stände wurden aufgestellt und es gab ein Weihnachtsprogramm.
Viele neue Bilder in der Bildergalerie!

Freitag

Wir, Tracy, Sammi, Lili, Cody (ein Freund von Charlotte) und ich, sind am Abend in eine Kirche von Ida gegangen, um uns einen Chor anzuhören. War eigentlich ganz okay bis auf dass es etwas langweilig für die Kinder wurde. Und ihr könnt euch bestimmt alle denken, wie unangenehm das geworden ist.

Samstag

Am Samstag früh sind wir in die Schule gegangen.
Die Schule war voller Stände, wo man handwerkliche Dinge kaufen konnte. Gleich am Anfang ist Tracy mit Charlotte raus gegangen, da Charlotte sich nicht gut gefühlt hat. Sie ist schwanger, mal wieder…
Also waren Cody und ich mit den kleinen Geistern alleine. Cody hatte den Kinderwagen mit EJ und ich Lili und Sammi (leider ohne Leine). Lili war ganz im Tatendrang und wollte sich einfach alles ansehen und am liebsten losrennen.  Sammi war kurz vorm heulen, da sie ihre Mama (Tracy) haben wollte. Cody steckte in dem engen Gang mit den vielen Leuten und dem Kinderwagen fest.
Also habe ich vorgeschlagen, dass wir einfach anfangen zu laufen, irgendwohin, Hauptsache nicht stehen bleiben und verzweifeln. Sammi wollte aber nicht gehen, da hat auch ihre Lieblingstrickfilmfigur Dora nicht geholfen. Ich habe nämlich weiter vorne eine Decke von Dora entdeckt, doch Sammi wollte sich nicht wirklich aufmuntern lassen. Eigentlich besser so, am Ende hätte ich die Decke noch kaufen müssen, schließlich wollte ich nicht noch mehr Tränen verursachen.

Zum Glück nahte schon die Rettung, eine Frau mit Keksen. Die einfachsten Dinge können kleine Kinder glücklich machen.

Mit froher Laune konnte es dann also durch die Schule gehen. Lili rannte vorneweg, ich und Sammi irgendwo in der Mitte und Cody mit EJ ganz weit hinten. Das war auch keine gute Lösung. Also habe ich mir Sammi geschnappt und bin hinter Lili hergerannt. Dabei haben wir ein paar Menschen umgerannt, aber wer kann schon auf kleine Kinder wütend sein und viele hatten auch Mitleid mit mir. Ich hoffe, die haben nicht gedacht, ich wäre die Mutter.
Als ich Lili eingefangen hatte, habe ich die beiden festgehalten und auf Cody gewartet.
Dann kam aber auch schon der Weihnachtsmann mit seinen Wichteln vorbei gelaufen. Die Wichtel waren übrigens das Volleyballteam.
Sammi und Lili haben gleich noch mehr Süßes bekommen. Der Weihnachtsmann kam zum Glück noch mal zurück, um mit den Kleinen zu reden. Sammi und EJ haben panisch reagiert und Lili hat immer nur genickt. Ich meinte so zu Sammi: “Jetzt rede doch mal ein bisschen mit dem Onkel” in der Hoffung, dass wir so viel Zeit wie möglich totschlagen könnten. Das war auch genug, denn Tracy und Charlotte waren schon im Anmarsch.
Was für ein Stress zum frühen Morgen.

Danach hatten wir eine Lesestunde mit der Frau vom Weihnachtsmann in der Bücherei. Und dann hatten wir Mittagessen mit dem Weihnachtsmann. Wir haben Mittag gegessen und nach 20 Minuten kam dann auch der Weihnachtsmann und hat mit jedem Fotos gemacht. Doch dummerweise waren wir am letzten von drei langen Tischen und wir hatten keine Lust mehr zu warten.
Charlotte, Cody, EJ, Lili und Sammi sind nach Hause gefahren und Tracy und ich sind gelaufen, um uns noch die “Stadt”anzusehen, also die Hauptstraße. Es gab dort ein großes Zelt mit vielen Verkaufsständen, Fressbuden, jemanden, der eine Eisskulptur geschnitzt hat und ein anderer hat eine Skulptur aus Holz geschnitzt.

Danach sind wir noch zu einer anderen Kirche gefahren, wo es noch mehr Verkaufsstände gab.

Am Abend gab es dann den Höhepunkt: eine Parade durch Ida. Wir hatten ein kleines Feuer und ein paar Stühle vor unserem Haus und haben dann die Show genossen. Es war zum Glück nicht allzu kalt.
Schaut euch einfach die Bilder an.