Prom

Montag, 18. April 2011

Vor zwei Wochen hatten die 11. und 12. Klassen ihren Prom. Prom ist eine Art Abschlussball. Viele Mädchen lieben es, dabei weite, puffige Kleider zu tragen – ich nicht.
Bevor es losging, haben wir Fotos bei meiner Nachbarin Brooke gemacht und dann hat sie mich und eine weitere Freundin 18 Uhr zum Ball gefahren, welcher in einer Halle, 10 Autominuten entfernt, stattfand. Einige sind sogar mit Limousinen angekommen. Vor der Eingangshalle hatte sich eine lange Schlange gebildet und alle haben gefroren. Zum Glück kannten wir ein paar Leute weiter vorn in der Schlange, sehr zum Leidwesen der weiter hinten Stehenden…
Am Eingang bekam jeder seine Tischkarte, welche man dann auf einem der vielen Tische platzieren konnte. Danach hatte man die Möglichkeit, sich kostenlos fotografieren lassen (wahrscheinlich einer der Gründe, warum die Eintrittskarte 45$ gekostet hat). Als alle drin und  fotografiert waren, durfte man, Tisch für Tisch, sein Essen am Buffet auswählen. Als wir unseres geholt haben, sahen wir, wie ein Mädchen mit dem Teller in der Hand ausrutschte und das Essen auf ihrem Kleid landete. Sah lustig aus, war es aber nicht, nicht nur für sie. Den ganzen Abend über war die Stelle, an der es passiert ist, sehr rutschig und die Frau, die den Boden danach wischte, ist auch nochmal ausgerutscht. Als wir dann tanzten, haben wir alle unsere Absatzschuhe ausgezogen, das hat die Rutschgefahr verringert.
Der Höhepunkt des ganzen Abends für mich war von 20 bis 22 Uhr: das war die Zeit, als der Schokoladenbrunnen eingeschaltet war! Ich bin mit zwei weiteren Freunden zu dem Brunnen hingegangen und wir haben wie verrückt zugeschlagen. Es gab Essen, das bereits in Schokolade eingetaucht war und es gab welches ohne Schokolade u.a. Erdbeeren, Bananen, Marshmalows, Kekse und Salzstangen, die man selber eintauchen konnte. Als sich der Tumult um den Brunnen gelegt hat, haben wir ganz heimlich unsere Finger in die Schokolade reingesteckt. Ohh, das war gut! (Also, wenn ich mal wieder Geburtstag habe…)
Auch die Lehrer sind zum Ball gekommen. Nachdem wir viel getanzt hatten, war dann der Ball um 23 Uhr vorbei. Das hieß aber nicht, dass der Abend schon vorüber war. Von 23 Uhr bis 4 Uhr früh ging es zum Afterprom (nach dem Ball) in die Dundee High School. Vorher sind wir aber alle nochmal nach Hause gegangen und haben uns bequeme Sachen angezogen.
In der Dundee High School war eine eher bedrückte Stimmung, da jeder müde und erschöpft war. Es gab ein riesiges Angebot an Essen: tischlange Baguettes, Eis, Pizza und Eimer voller Süßigkeiten. In der Turnhalle konnte man Basketball, Volleyball, Twister auf einer Hüpfburg, Wrestling auf einer anderen Hüpfburg und Basketball auf einer dritten Hüpfburg spielen. Man konnte lustige Fotos an einem kostenlosen Passbildautomaten machen und sich ein unechtes Tatoo aufmalen lassen. Das Beste war aber der Swimmingpool, den wir natürlich nicht ausgelassen haben.

Das Merkwürdigste aus meiner Sicht war eine Verlosung. Jeder einzelne konnte sich von einer Bühne Sachen nehmen, sobald er aufgerufen wurde. Man musste nichts für die Lose bezahlen und es gab richtig gute Preise. Der Haken war bloß, wenn man später gezogen wurde, waren “nur” noch Preise wie Kopfhörer übrig. Ja, das ist das, was ich bekommen habe. Ich brauchte aber welche, nachdem Mo, mein Kaninchen, meine alten angeknabbert hatte.
Jetzt aber zu den richtig guten Preisen und das ist kein Scherz, auch wenn ich das erst dachte. Es gab: einen kleinen Flachbildschirm, einen kleinen Kühlschrank, eine Mikrowelle, bequeme Stühle, eine Videokamera, eine Fotokamera…

Die waren natürlich ganz schnell weg. Aber es scheint normal zu sein, dass man zum Afterprom solche riesigen Preise bekommt. Brookes Onkel hat zu seinem Afterprom eine Tischtennisplatte bekommen. Und das, obwohl der Eintritt nur 5$ gekostet hat und dazu gab es noch für jeden ein Erinnerungs-T-Shirt!
Nachdem alle etwas bekommen hatten, waren noch ein paar Preise übrig und jeder konnte sich dann nehmen, was er wollte. Ich habe noch mehrere Ida-Bluestreak-Schlüsselanhänger und zwei obercoole Wasserpistolen für Jerimy und mich ergattern können.
Um 4 Uhr waren wir dann alle froh, ins Bett gehen zu können.

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